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ORF-Radios: Statistik 2015

Erstmals übermittelten uns Ö3 und Radio Wien ihre eigenen Sende-Statistiken. Ein Zeichen guter Zusammenarbeit. Nur der Ö3-Chef schlägt um sich.

Wien (16. Jänner 2016) – »Wir lassen uns unser Programm nicht ruinieren!«, antwortete der frühere, mittlerweile verstorbene Hörfunkintendant Manfred Jochum schon vor sechszehn Jahren – »Ich kann kein Programm gegen mein Publikum machen!«, wiederholte Georg Spatt in den offiziellen Gesprächsrunden mit SOS-Musikland seit 2010 immer wieder auf unsere bekannten Forderungen.

Nun hat Spatt im vergangenen Juni eine Anweisung von ORF-Generaldirektor Wrabetz erhalten, mindestens 15 Prozent des Musikprogramms von Ö3 mit österreichischen Produktionen zu bestreiten. Nachdem der aktuelle Radiotest für Ö3 einen merklichen Rückgang bei Tagesreichweiten und Marktanteile brachte, war ein Sündenbock rasch gefunden: Die österreichische Musik! What else?

Was ist daran wahr?

Ö3-Marktanteil 2010: 42,5 %
Ö3-Marktanteil 2015: 40,5 %

Durchschnittswert 1. und 2. Halbjahr, werberelevante Zielgruppe: 14-49 Jahre
Quelle: ORF-Enterprise


Interpretenanteile Ö3 2008 - 2015
Ansicht vergrößern – Das ORF-Management lieferte uns die hauseigenen Zahlen für Ö3 und Radio Wien für 2015. Für die Jahre 2012, 2014 und 2015 erhielten wir vom ORF keine weiteren Statistiken.



In den Jahren 2010 und 2015 war der Österreicher-Anteil auf Ö3 gleich, wie die Grafik zeigt. Der Verlust von Marktanteilen hat andere Ursachen. Spatts Behauptung, inhaltliche Vorgaben [sprich: mehr Musik aus Österreich zu senden] wären der Grund für den Verlust an Reichweite und Marktanteilen, ist falsch.

Radio Wien hingegen, das von einem noch niedrigeren Niveau startete, verfehlte zwar ebenfalls das erste Ziel 2011, machte nach dem Ende der ersten Phase der Selbstverpflichtung wie Ö3 einen Rückschritt, erreichte jedoch den für 2014 gesetzten Mindestanteil - allerdings erst 2015.

Interpretenanteile Radio Wien 2008 - 2015
Ansicht vergrößern


Dabei konnten die ORF-Radios als Ganzes die Zusagen Alexander Wrabetz', mehr heimisches Musikrepertoire in allen ORF-Radios zu senden, nicht einhalten. Zur Erinnerung: Er hatte sich in der Musikcharta I freiwillig verpflichtet, bereits mit Ende 2011 insgesamt 30 Prozent, bei Radio Wien 9,2 und bei Ö3 mindestens 15,5 Prozent zu erreichen. Wie die ORF-eigene Statistik für 2011 belegt, sendete Radio Wien damals 8,16 Prozent, Ö3 11,8 Prozent, und alle ORF-Radios zusammen erreichten 26,9 Prozent.

In der zweiten Phase der Vereinbarung mit SOS-Musikland unterschrieb ORF-GD Wrabetz, eine weitere freiwillige Selbstverpflichtung von 33 Prozent bis Ende 2014 zu erfüllen. Der ORF behauptet, das Ziel erreicht zu haben, liefert aber keine Zahlen. Unsere eigene Programmbeobachtung, die im wesentlichen immer die ORF-Zahlen bestätigte, läßt ein absolutes Desaster erkennen. Demnach sind die ORF-Radios in ihrer Gesamheit unter den Ausgangswert 2008 zurückgefallen. Dieser lag bei 23 Prozent Musik aus Österreich. pps


Zum PS-Kommentar

Es wurden nur Interpreten- bzw. Produktionsanteile ausgewiesen, keine Kompositionsanteile. Die Kompositionsanteile [erhoben von der AKM] sind weit geringer.

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