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petitionen > LSG im Internet

Für eine faire Beteiligung der Interpreten an Online-Vermarktungen

Wir Musikerinnen und Musiker sind dafür, daß unsere künstlerischen Leistungen im Internet präsentiert und vermarktet werden - vorausgesetzt, wir werden an den erzielten Einnahmen beteiligt. Die großen Musikproduzenten und -anbieter sind gegen diese Beteiligung. Sie behaupten, unsere Rechte wären mit der Bezahlung eines einmaligen Honorars ohnehin abgegolten worden - ein für allemal.

Wir Musikerinnen und Musiker sind dafür, daß wir wie bei Sendungen im Rundfunk auch bei Online-Übertragungen ein Recht auf Abgeltung unserer Leistungsschutzrechte haben: eine Internet-LSG.

Youtube Music Logo 502px

Die drei großen Musikkonzerne und Plattformen wie Spotify, Deezer oder Youtube sind dagegen. Sie behaupten, solche Übertragungen wären keine Sendungen, sondern Verkäufe [eigentlich: Vermietungen] von Tonaufnahmen - und an CD-Verkäufen sind nur die Hauptinterpreten zu beteiligen, keinesfalls jedoch die Studiomusiker. Streaming entwickelt sich immer schneller zur wichtigsten Einnahmequelle - aber nicht für uns.

Urheber haben zwar Tantiemen für Online-Aufführungen durchgesetzt, werden aber mit Cent-Beträgen abgespeist, die an Verhöhnung grenzen. Unser Vorschlag einer Vergütungspflicht der Online-Leistungsschutzrechte, die den Interpreten via deren Verwertungsgesellschaften ausbezahlt wird, wurde nicht einmal diskutiert.

Fair Internet VerhandlungspositionenVerhandlungsposition der Nicht-Stars und der musikalischen Nebeninterpreten

Unser gemeinsames Lobbying - die Plattform Fair-Internet vertritt rund eine halbe Million Interpreten in ganz Europa - hatte im Juni 2018 die Zustimmung des juristischen Ausschusses im EU-Parlament zu einem Kompromißvorschlag erreicht. Unsere Forderungen wurden berücksichtigt, doch nur zwei Wochen später wies das EU-Parlament die Richtlinie als ganzes zurück.

Zurück an den Start?

Nun brauchen wir nochmals die persönliche Unterstützung aller Musikschaffenden, denn am 12. September soll das EU-Parlament eine für uns akzeptable Richtlinie beschließen. In einem Offenen Brief wenden uns noch einmal an die österreichischen Abgeordneten zum EU-Parlament.

Wien, am 17. August 2018

Gerhard Ruiss, IG Autorinnen Autoren
Peter Paul Skrepek, Musikergilde

Pressekonferenz vom 5. September 2018: zum Video

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