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Pain and Ecstasy

Letzte Änderung: 21.11.2020

Angelegt von

Allgemeines

Erscheinen bei: Lindo
Preis: 15,00 €

Ensemble

Tracklist

1. To your shore
2. Most beautiful Pearls
3. Upon this way
4. Not with a tear but with a smile
5. Losing me
6. Polkka
7. Too cold
8. Like a piece of wood
9. Pain and Ecstasy
10. For what I get
11. Gold and Silver

Musikstil

Folk Rock

CD-Details

Mit Pain and Ecstasy gibt es endlich wieder ein neues Harlequin’s Glance-Album! Gut abgehangenes und live erprobtes Material sollte auf Band gebannt werden, und wurde dann doch mit vielen Freuden und so manchen Zerüttungen mit allerlei musikalischen und instrumentalen Ideen versetzt, vielleicht weil die Beatles dies früher so großartig und wunderschön gemacht haben, und ein schön gesetztes Streichquartett in einer Balladenbridge einfach einen Song noch zu heben vermag. Die modulierte Bridge an sich ist dann auch einer der neuen Aspekte in der neuen Songsammlung, weil so auf den früheren Harlequins’schen Alben noch nicht verwendet. Sehr stimmig wird da etwa bei „Losing me" munter und frisch hinübermoduliert, und der Song tut sich auf wie ein Blick aus einem anderen Fenster. Etwas Waits ist traditioneller- und klarerweise auch zu hören, und tief urban hämmerndes Schlagzeug und Xylophon bei „Polkka" (finnische Schreibweise, zu Ehren aller Halbfinnen in der Band!) und „To your shore" stützen dieses Unterfangen. „Most beautiful pearls" wird wiederum mit einem burlesken, leicht barocken munteren Zwischenspiel angetan, bevor Lärm und Chaos wieder zum Groove mit dem zirkusartigen Thema und dem zwingenden Refrain zurückführen. Und bei „Upon this way" und dem leichtfüssig-zwingenden Gitarrenriff spielen scheinbar ein paar von den 1965 herumlungernden Byrds mit, was großartig ist, weil die mittleren Sixties wunderbaren Stil hervorbrachten (das Outro mit psychedelischen elektrischen Gitarren schwenkt gar hin zu den späten Sechzigern und dem selig lächelnden Schnauzbart von David Crosby). Parkett, Herren im Smoking mit Nummern auf dem Rücken und Tänzerinnen mit Blume im Haar könnten beim fast südamerikanisch anmutenden „For what I get" mit seinem luftigen Groove und den schönen Akkordeon- und Geigeneinwürfen die Kulisse bilden, und bringt sich als weiterer Baustein zur Vielseitigkeit des Albums ein. Mit dem resignativ-schönen akustischen „Gold and silver" gibt es sogar eine Art Ohrwurm, wenn ein Ohrwurm einen Song bedeutet, den man nach wenigen Anhörungen leicht mitsingen kann, sofern man singen kann. Und die zart wimmernde singenden Säge bei „Pain and ecstasy" führt schwankend wie ein Schiff hin zum Albumtitel, der da meint: Oft ist alles wahnsinnig deprimierend, oft ist alles wunderbar. Das ist wohl nichts Neues, aber in dieser Form und Songgestalt eben doch...

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