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ORF: Kompositionsanteile steigen

Wieder mehr AKM-Musik im ORF-Radio: Mit 19,4 Prozent lag der Gesamt-Anteil von Kompositionen aus Österreich 2009 um drei Punkte höher als noch 2007.

Wien (3. August 2010) – Nach Jahren des kontinuierlichen Rückgangs senden die ORF-Radios wieder mehr Musik aus Österreich. Die aktuelle Sendezeitstatistik der AKM weist für ihre bezugsberechtigten Komponistinnen und Komponisten 2009 einen Anteil von 19,37 Prozent aus (Grafik). Vergleichbare Werte gab es in den Jahren 1999 [19,64 %] und 2004 [19,49 %]. Seit dem historischen Tiefstand von 2007 [16,43 %] geht es wieder bergauf.


Kompositionen von AKM-Bezugsberechtigten von 1990 bis 2009 auf CDs und als Signations, Werbung sowie Hintergrundmusik - vergrößern


Wesentlich mehr Hintergrundmusik und Werbung

Der Gesamtanstieg 2007 - 2009 geht im wesentlichen auf das Konto der Regionalprogramme. Sie allein steigerten von 16,1 auf 19,8 Prozent (Grafik unten). Im Vergleich zu 2007 sendeten die Landesstudios 2009 rund 153.000 Minuten mehr Kompositionen aus Österreich. Am stärksten machte sich diese Erhöhung bei Signations, Werbung und Hintergrundmusik bemerkbar: plus 135.000 Minuten. Hingegen verzeichneten Ö-Kompositionen auf CDs im gleichen Zeitraum nur ein Plus von rund 18.000 Minuten.

Betrug der Anteil von Signations, Hintergrund- und Werbemusik 2007 noch bescheidene 3,5 Prozent, so stieg er 2009 auf 21,6 Prozent – und damit auf mehr als ein Fünftel der von den Landesstudios gesendeten Ö-Musik.



Kompositionen von AKM-Bezugsberechtigten von 1990 bis 2009 auf CDs - vergrößern


Marginale Erhöhung im Musikprogramm

Bezieht man alle ORF-Radios in die Rechnung ein, erhöhte sich der Anteil von Kompositionen aus Österreich am Musikprogramm nur geringfügig: von 14,15 [2008] auf 14,43 Prozent [2009]. Spitzenreiter punkto Ö-Kompositionen ist Radio Steiermark [20,98 % – plus 1,99 Punkte] vor Burgenland [19,2 % – minus ein Punkt] und Oberösterreich [19,17 %]. Kärnten und Salzburg, die bei den Interpreten führen, folgen auf den nächsten Plätzen. Beide Sender setzen verhältnismäßig oft traditionelle – urheberrechtlich nicht geschützte – Volksmusik ein, daher die Diskrepanz.

FM4 bleibt auch 2009 mit 17,46 Prozent stabil überdurchschnittlich, wenn auch weit von den früheren 25 Prozent entfernt.

Verbesserung für tote Komponisten

Österreich 1 sendete um 1,6 Punkte mehr lebende österreichische E-Komponisten [7,91 %] und um 0,86 Punkte mehr heimischen U-Urheber [9,14 %]. Der Anteil an österreichischen Signations bewegt sich mit runden 45 Prozent vom Unterhaltungsmusik-Anteil auch 2009 im Bereich der letzten Jahre, Tendenz leicht sinkend. Damit ist klar: Der große Sprung bei den Interpreten auf Ö1 – von 30 auf 50 Prozent Heim-Anteil – ist tatsächlich fast ausschließlich auf Aufführungen freier Werke [Klassik, Alte Musik . . . ] zurückzuführen.

Radio Wien steigerte bei den Ö-Kompositionen stark: um 3,4 Punkte von 3,19 auf 6,59 Prozent und übergab die rote Laterne wieder an Ö3, das mit 5,96 Prozent einen leichten Rückgang um 0,04 Punkte verzeichnete. Der Anteil von Interpretationen als auch von Kompositionen aus dem eigenen Land ist bei beiden Sendern unterdurchschnittlich.

Der Gesamtanteil von AKM-Kompositionen am Musikprogramm aller ORF-Radios zusammen bleibt mit 14,43 Prozent nun schon das fünfte Jahr weiterhin deutlich unter der 15-Prozent-Marke. pps


Links zur Interpretenstatistik und zum Kommentar [folgt demnächst]

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