Um Ihnen den bestmöglichen Service bieten zu können, verwendet diese Website Cookies und Services (z.B. Google Maps) von Drittanbietern. Mit der Benutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.

OK
asdf
zeitung > ö-note > Unerhört! Eine Beschwerde.

Unerhört! Eine Beschwerde.

Immer weniger Musik aus Österreich im Radio. Wir starten eine Beschwerde bei der zuständigen Behörde. Unterschrift erwünscht.

Wien (14. Mai 2008) - Der ORF ist eine Anstalt öffentlichen Rechts und hat einen klaren gesetzlichen Programmauftrag. Unter anderem ist er in allen seinen Programmen verpflichtet, Musik aus Österreich zu senden – und nicht nur darüber zu reden. Durch eine Popularbeschwerde vor dem Bundeskommunikationssenat soll die Verletzung dieses Auftrags festgestellt werden.

Die Fakten: Die überwiegende Mehrheit der Musikschaffenden in Österreich wird von Radiomanagern auf's Abstellgleis geschoben. Der Anteil in Österreich komponierter Musik beträgt 14,3 Prozent [Musik von CDs im Durchschnitt aller ORF-Radios]. Auf Ö3 sind es fünf Prozent. Kein Platz im [Hit]radio – und das seit mehr als 15 Jahren. [Zahlen: ORF, AKM]

»Die Österreicher wollen euch nicht hören«, rechtfertigt sich die ORF-Führung. Dem gegenüber steht eine unmißverständliche Forderung des Publikums nach einem ausgewogenen Programm: 57 Prozent der Befragten wollen Halbe-Halbe, Musik aus dem Inland wie aus dem Ausland hören [Gallup, 2001]

Europa-Standard = 40 %

Radios in Europa senden im Durchschnitt rund 40 Prozent inländische Musik. Das muß auch für Österreich gelten. Unsere Forderung ist den Verantwortlichen im ORF seit Jahren bekannt. Sie versprachen immer wieder, sich zu bemühen, aber leider: »Österreichische Musik paßt nicht ins Format.« Auf der anderen Seite bemerkte der Ö3-Chef in einem Gespräch: »Es gibt kein eindeutig definierbares Format!« [Georg Spatt, 24. September 2002]

Wir fordern: Zugang zum Publikum gemäß dem europäischen Standard! Wir, die Musikschaffenden, die in Österreich leben und arbeiten, haben viel anzubieten. Der Rundfunk muß den gesetzlichen Kultur-, Bildungs- und Informationsauftrag erfüllen. Das österreichische Parlament hat dieses Gesetz beschlossen. Gesetze müssen eingehalten werden.

Anteil am Musikprogramm in allen ORF-Radios 2006: 85.7% Ausland, 14.3% Musik aus Österreich; auf Ö3: 5%.
[Grafik: Musikergilde]

Unterschreiben Sie unsere Popularbeschwerde!

Der ORF ist aufgrund des in § 4 ORF-Gesetz festgelegten Programmauftrags zur Präsentation, Förderung und Vermittlung von heimischer Kunst und Kultur und damit auch von Musik aus Österreich verpflichtet. Mittels einer Popularbeschwerde vor dem Bundeskommunikationssenat gemäß § 36 Abs 1 lit b ORF-G soll die Verletzung des ORF-Gesetzes durch die mangelnde Erfüllung seines Programmauftrags festgestellt werden.

Unsere kulturelle Identität fußt zu einem großen Teil auf der musikalischen Tradition unseres Landes. Es kann nicht sein, daß die Weiterentwicklung dieser Tradition unter Einsatz öffentlicher Mittel verhindert wird. Wo österreichischer Rundfunk draufsteht, muß mehr Musik aus Österreich drin sein!

Jede Unterschrift zählt.

Laden Sie das Formular als PDF oder als Word-Dokument herunter, und senden Sie die unterschriebene Liste per Post an die Musikergilde, Gartengasse 22, 1050 Wien.

PS: Achtung: GIS-Nummer nicht vergessen! pps

Diesen Beitrag teilenXingFacebookDruckenLinkedInTwitterPinterest

Ihre Meinung zu diesem Thema





Kommentare werden geladen...

Die Musikergilde

Unsere Partner

logo_akm.png
logo_oestig2.png
logo_sosmusikland.png
© 2020 Musiker-, Komponisten- und Autorengilde