 | Christine Bardie
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Ansprechperson: |
Christine federspiel-Heger, Morigglg. 12, A - 6170 Zirl, Tel.: ++43(0) 5238 / 52 0 39 | E-Mail: christine bardie.at Web: www.bardie.at
 Christine Bardie,(2002)
Tiroler Liedermacherin, Sängerin, Bardin. Schreibt unter ihrem bürgerlichen Namen: Christine Federspiel-Heger. Biografie: am 6. 12. 1963 in Tirol geboren, in einer singenden Familie Heger in Innsbruck und Umg. aufgewachsen. Ab 8 Jahren Klavierunterricht. Gesang und Gitarre autodidakt. 1982 Matura am BORG Innsbruck (Instrument: Klavier). Ab den 80er Jahren Jazz-, Rock-, Folksängerin unter veschiedenen Namen im Raum Tirol. Folk: Geschwister Heger / Mia Via (bis 2003), Rock: Dreaming Bananas (1988 - 2000), Jazz: Abfahrt, Auftritte mit Anaconga, Orchestra Latin, mit Florian Bramböck, Stefan Costa, Gunther Schneider, Hannes Sprenger, Emil Spany, Jeff Wohlgenannt, Charly Augschöll, Walter Catulla, u. a. Seit 1992 als Dialektliiedermacherin bekannt . Diskografie: 1999 CD Bonewoman, Fanya de Stella Ensemble, Extraplatte, EX 4462 (Weltmusik); 2002 - Mamage, Christine Bardie, Eigenverlag, CSM Y0233-A07); 2003 Bluatschink & Freunde: Blattle Cd Nr. 3. 2006 Unbluesual, Spurius Forum, House of Audio. 2005 - 2008 Beitrag über Jazz in Tirol, in: Musikgeschichte Tirols (Bd. 3. : Das 20. Jahrhundert) Hrsg.: Drexel / Fink. Verlag. Wagner, Innsbruck [2008]. 2006 - 2008 Obfrau des Kulturvereins ZirKuS - Zirler Kulturszene.
LIEDTEXTE:
DIE GASSN (Musik u. Text: Christine Federspiel-Heger)
schau, da hintn weads ganz grau, heit kannts a gwitter gebn. lau, so lau die luft und schwar vom rosnduft und untn in der gassn aussn toalt die agnes mit der anna grad a bankljausn vorm haus. schau, von da aus kann ma' ringsum auf die dächer segn, i moan, mia kriagn an regn. sunntag in der gassn, am sunntag isch de strassn wia ausg'storbn und verlassn und seit's in bruno nimmer gibt a koa verkehr mehr, wia lang isch des her? neierdings kimmt wieder leben in die gassn, seit des neie, roate bankl aussn steaht, seit wieder neie buam und madln die gassn oi radln, die altn schaun und redn, und sie redn mit an jedn, der vorbei geaht.
WOASCH NO (Musik u. Text: Christine Federspiel-Heger)
eigentlich lad i seltn wen ein, und wenn dann hat kaum oana zeit von meine freind, so wia a jeder von uns seiner wege geht, da hat sich's glei amol mit der spontanität. drum isch's a glück und oft rein zufällig, wenn i heit no a alte freindin wo sig: "hallo! he, hasch an stress? hasch zeit für an kaffee? " und dann beim kaffee des kenn ma eh... "mei, woasch no? was, des woasch du nimma? wohl, i erinner mi no immer. I woaß lei nimmer, was für jahr oder welcher tag oder wo des war..." zam kemmen, zeit haben, des isch a feine sach, wen treffn und a freid haben, wenn ma schonscht scho zwianig lacht, feschte feiern, wia sie falln und wia sie kemmen, und alles zammen nit so tragisch nemmen, schau, heit sei ma da, und heite lass i's rauschn, und grad mit dir wollt i scho lang amol plauschn.... "woasch no..." neilich amol da isch ma was passiert. mei, hab i glacht, aber heimlich hat's mi gstiert. da find i in an altn schuahkarton drin a vergessenes foto, auf dem i drau bin, rank und schlank, koane 25 jahr, nit oa graues und ganz kurze blonde haar, und wia i da steah, kimmt mei mann daher, schaut des foto an, und fangt zum schwärmen an. er: "woasch no? na, des woasch du nimma, aber i erinner mi no immer. I woaß lei nimmer was für jahr und wia und wo und wer des war...wer des war? ... na, wunderbar... fragt der mi glatt, wer des war! ! ! ... und i kimm ma vor... wia 120 jahr! ... woasch no, mei, woasch no, woasch no ...?
MARMELADBROT (Musik u. Text: Georg Federspiel / Christine Federspiel-Heger) am montag in der friah, immer des gleiche mit mir, an grant lei weil der wecker geaht, als kannt der wecker was dafür. I bin a morgnmuffl, und i bin halt wia i bin, und ohne mei kaffeemaschin waar i scho längscht hin. a marmeladbrot, des isch des beschte was es gib, zum frühstück nur oan tipp, a marmeladbrot, des isch des beschte, was es gibt. i hun no halb die augn zua, es riacht schon nach kaffee um halbe siebn in der fruah, wenn i die kinder weckn geh. die kinder kemmen oa, i frag jedn: "was magsch du? a honigbrot? a woaches ei oder cornflakes mit frufru? oder a marmeladbrot... weißbrot, schwarzbrot, semmln oder toschtbrot, a müsli zum frühstück, körndlbrot mit vollkornschrot isch xund und wia xund, morgenstund hat gold im mund, lirumlarum dinkelschrot, was mach die wangen rot? a marmeladbrot...
SCOTTY, BEAMEN! (Musik u. Text: Christine Federspiel-Heger)
a de tag muass es gebn, wo oam alles zamschlag über kopf. statt ganz bei dir bisch voll danebn. da derfsch di selber aussaziagn am eignen schopf. du steasch mittn im chaos, a chaos ohne anfang, ohne end. du setzsch di nieder und denksch, a was, und starrsch in fernseher, wo grad die werbung rennt. zahnpaschtalachn, und du hocksch da mit irgndan gwand und fette haar und magsch die büglwäsch nit machen und kimmsch dir wieder amol nit vollkommen vor. bei der fernsehfamilie schauts nia so aus als wia bei dir! des da isch koa idylle und ohne rosa brille hängt dir der lätsch bis zu die knia. wenn der teekessl pickt und er goldfisch verkruschtet, hat man's schwer und no schwerer, wenn vor dreck a die dusch steht, nit oa saubrer sockn und die wäsch no nit trockn, da hilft koa bat-man, koa he-man und koa scotty beamen. a de tag muasses gebn. an manche tag da nimmt des überhaupt koa end, bleibt wieder alles an dir klebn, da tuasch und tuasch, aber du hasch a lei zwoa händ. du steigsch über legos und ärgersch di, wia schauts denn da scho wieder aus! was sein de kinder doch für egos, was für a angricht hinterlassn de im haus. aber jetzt setzt dann a predigt, wenn es nit auramts, aber nacha, aber dann... am abnd bisch total erledigt, und morgn fangt der ganze tanz von vorne an. bei der fernsehfamilie gibt's nur perfekte harmonie. die beste aller guten muttis weiß, was für die kinder gut is. alloan bei mir da spielts des nie... wenn der teekessel pickt.... und im tee schwimmt a brot. wer isch des wieder gwesn, isch decht schad drum, und überhaupt, hasch du heit scho glesn, bitte, wem kean de sockn, a die wäsch waar iatz trockn und liegt in bergen und hüglen, ja dann, scotty, büglen! ...
KIND (Musik u. Text: Christine Federspiel-Heger)
kind, geah in gartn oder spiel, was di freit. kind, iatz muasch wartn, weil die mama hat koa zeit. die mama hat koa zeit, so wia alle groaßn leit, grad nit iatz, grad nit heit, hear i da's telefon läutn? die mama hat koa zeit, wia oft hab i dir des scho gsagg, und du armer klaoner heiter weasch gar nit erscht gfragg, weil koa zeit isch zum fragen, aber morgn, morgn hab i zeit für di. kind, ziach die schuach an, mia kemmen no zschpat. menschnskind, mia sein knapp dran, wenn der bus um halbe fahrt. der wead ohne uns fahrn, wenn ma iatz nit glei giahn. drum tua weiter, ziach die schuach an, i will den bus no dertian. tua weiter, tua weiter, wia oft hab i dir des scho gsagg, ... kind, es wead zeit, hol in pyjama, ziach di um. kimm, tua iatz gscheit, renn da nit nackert ummadum. renn nit ummadum, weil unter uns wohnen leit, und wenn iatz nit folgsch, gibs koa einschlafgschicht heit. ge, kimm iatz und folg iatz, wia oft hab i dir des scho gsagg... abnd und nacht weads und wieder in der friah. A tag kimmt, a tag geaht, nur morgn kimmt nia. und morgn sag i wieder morgn und passiern tuats meischtns nia. und bis überübermorgn wachsch aussi bei der tür. kind, morgn hab i zeit. wia oft hab i des scho gsagg? wia oft sag i dir eigentlich, dass i di mag? waars nit zeit für die frag, wenn hab i denn eigentlich zeit für di?
DIE MAMA (Musik u.Text: Christine Federspiel-Heger)
wer macht des alles im handstand? wer mag wenn koana mehr mag? wer macht egal was grad ansteaht? wer isch de, de alls was angeaht? wer isch de, de alle anheart tag für tag? wer merkt sich jedn geburtstag? wer ruaft die lehrerin an? wer lest am abnd no gschichtln, busst die frisch ein'cremtn gsichtln und lasst ausnahmsweis es liacht no länger an? die mama, die mama... na, ohne die mama gang nix ohne mama, nit ohne die mama! wer geaht im summer zum spielplatz, steaht ummadum, winkt und lacht? wer macht die wäsch, de im schrank isch, holt in doktor, wenn oans krank isch, und steaht 3mal, 4mal, 5mal au pro nacht? wer schaut aufs fuatter fürs meeschwein? wer schaut auf nachbarins katz? wer hat in unsere breitn no an sinn für kloanigkeitn und für kindergartnarbeitn no platz.. die mama. tag für tag, ob tag, ob nacht, und jahr für jahr, jahr und tag alls wunderbar, weil sie da war, immer da war, für alle da war. a wenn sie gar nit da war, war sie da, immer da, weil sie halt immer da war, isch ja wahr, des wead ihr selber manchmal klar. wer lest dir alles vom gsicht o? wer woaß weit mehr als sie sagt? wer isch fürn ganz großn kummer oft die erste kummernummer, wo ma alles sagn kann und wo ma fragt? wer sagt da, ohne gewerkschaft kanntesch heit nix mehr bewegn? s'gegntoal waar leicht zu beweisn: lass alle mamas s'handtuach schmeissn und die arbeit niederlegn, des chaos mecht i segn. was waar da los ohne mama...?
FÜR OAN, DER'S WOASS (Musik u. Text: Christine Federspiel-Heger)
manchmal laff ma in dem alltagseinerlei ohne schaun und redn ananand vorbei und sein scho zfriedn, wenn alls ohne reiberei und glatt geht. und die wochn am kalender, kimmt ma vor, verfliagn immer schneller, und des alles miteinander zwischn 7. himml und keller, hin und retour. manchmal wenn i glaab, es geaht nit mehr, kimmt von irgndwo garantiert no mehr daher, weil wenn irgndoa spruch wahr isch, nacha der, oft war's so. und i wunder mi und frag mi oft wieso finden mia in dem durcheinander immer wieder zueinander, warum i und nit wer anderer, du und i und immer no.. hab i heit scho guten morgns gsagg, frag i auf oamol übern tisch? weil i woaß, a mia waars nit egal, wenn du's vergisch. und die kinder und die katzn und der fisch und die frühstücksmarmeladespur'n am tisch. bitte, mach amol in mund zua, wenn du isch. ge, bitte! mei, der mull geaht über, nimmt den na wer mit! Der kühlschrank summt a bissl, und wo isch der autoschlüssl, und die katznfuatterschüssl kriag an tritt. da fallt ma ein, i hab nit pfiati gsagg, iatz wo du längscht scho gangen bisch, und i woaß, a mia waars nit egal, wenn du's vergisch. wenns an himml auf erdn gibt, dann irgendwo zwischn bankbeleg und zeitungen am klo, und wenn i'n da nit find, dann gibt's'n nirgendwo. des isch so. du, was hamma heite überhaupt fürn tag? war da nit irgndwas, was i morgn wollt, was i unbedingt besorgn sollt, aber da war doch no was anders, was i fragen wollt... hab i di heite schon, wia geahts dir gfragg? du, sag, isch alls mit dir o.k.? hab i heite schon was nettes gsagg - magsch an kaffee?
EWIGKEIT (Musik u. Text: Christine Federspiel-Heger)
ewigkeitn an am endlos weitn, weißn strand im warmen sand ins wasser gleitn. irgndwo am meer, irgendwo unter palmen, rechts an mahattan und links a zigarettn. weit und breit nur i und die gezeitn, i hear nur's meer und weit und breit koa handy läutn. unter an baam, aber nit unter palmen traam i im schattn in meiner mattn... von borneo, von griechnland, vom warmen sand, vom palmenstrand, antalya, somalia, sizilien, brasilien, vom rotn meer, vom totn meer, von menschnleere stränd' am meer. irgndwo am meer, irgendwo unter palmen traam i im schattn in meiner mattn...
SOMMERGRAS (Musik: Christine Federspiel-Heger, Text: nach Ulla Hahn, aus: Freudenfeuer)
zwischen weißen wolkenschiffen schleicht ein jumbo-jet auf zehen, spitzen grillen ihre ohren, schalten rasenmäher auf gesang. nichts und niemand will uns stören, alles, jedes uns betören, wenn wir unter uns beschwören, dass der himmel offen steht.
IMMER NO (Musik u. Text: Christine Federspiel-Heger)
s'lebn hat uns auseinander triebn - wia a wind hat's eini blasn - sag wo sein die wildn zeitn bliebn und die 36er-hosn? was isch von damals über bliebn, von unsre freind in unsrer strassn? s'leben hat die g'schichtn g'schriebn - de sein ma bliebn. Immer no und immer wieder sing i unsre altn liader und i sing no immer und immer wieder gern. erinnerung an vergang'ne zeitn, lachn, bledln, blearrn und streitn um kloanigkeitn, aber fad war's nia - mei, mia via... die cd hats nit immer gebn - mia sein no groß wordn mit die langspielplattn - und wo's heut hockn und an gameboy hebn, sein mia im keller g'hockt beim vierer-watten. mit nasnring und rote haar, da derschrecksch heit niamand mehr. mensch, i kimm mir richtig alt vor, wenn i mi so redn hear. immer no und immer wieder sing i unsre altn liader und i sing no immer und immer gern - erinnerung an vergang'ne zeitn, lachn, bledln, blrearrn und streitn um kloanigkeitn, aber fad war's nia. Und immer no und immer wieder sing i unsre altn liader und i sing no immer, oft nur alloan mit mir - erinnerung an vergang'ne zeitn, lachn, bledln, blearrn und streitn um kloanigkeitn, aber fad war's nia - mei, mia via - mia via....
DER PATER MAX (Musik: Christine Federspiel-Heger, Text: Volkweise)
der pater max, a franziskaner, steigt hurtig aufwärts in der friah. auf amol macht der weg an draaner, da steaht a in an rudl - auf amol steaht er mittn drinnen - in an rudl kiah, und denkt: ja, wia? an anderer weg geht rechts auf d'seitn, der pater aber will nach vill. a biabl tuat die kiah begleitn. der pater steath jetzt zweiflnd, der pater max steaht zweiflnd - zweiflnd und still. "gelobt sei jesus christus, kloaner, gib aufschluss, weil i di drum bitt', von de zwoa weg' da wead wohl oana nach vill hin führen oder nit? man fehlt gar oft im weltgetümml, und weil i dir's vergeltn will, zoag i dir in rechtn weg in himml, in rechtn weg in himml und du mir dafür den weg nach vill, so gott will! ... drauf sagt des biabl ganz verbissn: "besser wenn d' alloan hin woasch! wia willschn du, iatz sag amol, wia willsch denn du, wia willschn du in himml wissen, wenn nit amol nach vill hin woasch? "
DIE NACHT (Musik u. Text: Christine Federspiel-Heger)
die nacht isch warm. i bin draußn und geah ganz alloan unter 1000 stern und i mecht de nacht taat nia mehr auhean - a traam von geschtern fallt ma ein - a vogel miaßt ma sein - und irgendwo auf der welt weads langsam tag... die nacht isch still. für an moment isch des alles, was i will. was erzählt der wind? irgendwo weit weg da reart a kind - und wia i's hear in meine ohrn, wead wo andersch oans geborn - und irgendwo auf der welt weads langsam tag... die nacht isch hell, und wia i schau und sterndln zähl', liegn andre wach - denkn über gott was woaß i nach - a jeder stern a mensch - so viele, de nit kennsch - und irgendwo auf der welt weads langsam tag...
HALLO DU, DA BIN I (Musik u. Text: Christine Federspiel-Heger)
sag grad, du hasch heite no gar nit aus'n fenschter geschaug? was, du liegsch bei so an wetter no im bett? oh mei, des kenn i schon, i hear's dir an, heit hasch es fade aug' - wieso a nit? alloan dahoam isch's a ganz nett! aber i woaß a, wia du klingsch, wenn du dein fruscht hasch, und i woaß, dass du's nit bringsch, wenn du koa luscht hasch. hallo du, da bin i. sag grad, du hasch bei dem schian wetter no die vorhäng' zua? megsch nit a bissl in die sunn, vielleicht iatz glei? na, na, o.k., i hear schon au, i lass di eh in ruah. hasch an kaffee? dann stell oan au - i kimm vorbei. es isch mir vollkommen egal, ob du scho duscht hasch oder nit, sag heit oamfach nur amol, auf was du luscht hasch oder nit. hallo du, da bin i. hallo du, i bin's. i wollt oamfach nur griaß di sagn, weil mir eingfalln isch, i hab di lang nit gsegn. he, wia geahts, wia steahts? i kannt grad an kaffee vertragn - vielleicht bei dir, ausser es spricht eppas dagegn? es isch mir vollkommen egal, ob's bei dir ausschaug oder nit, ob alls so lasch oder ob schnell vorher no staubsaugsch oder nit. hallo du, da bin i, hallo du, da bin i, hallo du, da bin i - i hamma denkt, heit meld' i mi!
ALLE MENSCHN (Musik u. Text: Christine Federspiel-Heger)
mit 18 jahr - mit 18 jahr war alles andersch - dahoam die reibereien und die schual... vorbei. mir warn reif, nur des hat zählt, für die große, weite welt. alls war wunderbar und sonnenklar, weil i woaß alles. I war so radikal und gescheit - im gegnsatz zu heit - pro kommunismus in jeder diskussion. alle menschn wean briader! sing ma liader gegnen krieg! und die joan-beaz- und dylan-liader sing no heit auswendig mit - koane waffn, koane kriege, koane atomkraftwerke mehr! ... und so oamfach mia uns des a alles vorgstellt haben megn, es war nit ganz verkehrt. mit 18 jahr - mit 18 jahr war alles andersch - i war immer unter leit - und hatt mir wer prophezeit, was es leben mir no bringt, hatt i g'lacht und gsagt, der spinnt! doch oans isch heit no wahr - des bleibt: die liebe für die menschn - was mi bewegt und mi berührt, nach wie vor no interessiert, des sein menschn, ganz ohne diskussion. alle menschn wean briader! sing ma liader gegnen krieg! Und die joan-beaz- und dylan-liader sing no heit auswendig mit - koane waffn, koane kriege, koane atomkraftwerke mehr! ... und so oamfach mia uns des a alles vorgstellt haben megn, es war nit ganz verkehrt. alle menschn wean briader! trag ma liader in die welt! und die joan-baez- und dylan-liader sein a heit no aktuell - sein ma menschn, sein ma briader, und a schweschtern wolln ma sein - heit wia geschtern und wia mit 18 jahr, weil mia wollten menschn bleibn - mia wollten menschn bleibn - mia wollten menschn bleibn.
(Christine Bardie, Titel: Mamage, Klangspur Studio, Tontechnik: Dieter Sailer, Sistrans, 2002)
Vertrieb: Musikladen, Sparkassenplatz 1, Innsbruck; Bibliothek Zirl, Am Anger 14
 Christine Bardie (2003)
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