Versicherungspflicht Wir fordern die sofortige Beendigung des vertragslosen Zustandes - und eine Künstlersozialversicherung, die ihren Namen auch verdient. Wien (4. Juni 2010) - Ärztekammer und Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft [SVA] konnten sich nicht über neue Tarife einigen und haben die Verhandlungen abgebrochen. Derzeit müssen daher über die SVA Versicherte ihre Arztrechnungen zur Gänze selbst bezahlen, und nicht nur die üblichen zwanzig Prozent Selbstbehalt. Wer von der SVA Versicherungsleistungen, also die Übernahme dieser Rechnungen verlangt, muß die Belege an die SVA schicken - und darf hoffen, daß diese tatsächlich 80 Prozent des Rechnungsbetrags bezahlt. Verheerendes Signal  | Mit der Beendigung des Kassenvertrages haben Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und Ärztekammer uns zu verstehen gegeben, daß wir als bei ihnen versicherte Künstler/innen und von ihnen medizinisch betreute Patienten nicht viel zu erwarten haben. Wir sollen Arztrechnungen in generell ungeregelter Höhe selbst verhandeln und in von der Krankenversicherung akzeptierten Anteilen refundiert bekommen. | Angewandter Sozialzynismus Wir protestieren mit allem Nachdruck gegen diesen gegen die Schwächsten im Sozialsystem gerichteten Sozialzynismus und die Verachtung, die insbesondere den erst vor rund zehn Jahren in die gewerblichen Sozialversicherung geholten Künstler/innen aus dem mangelnden Willen, sich zum Wohl der Versicherten und Patienten zu einigen, entgegenschlägt. Wir erklären, daß wir keine Möglichkeit des juristischen Widerstandes und des zivilen Ungehorsams ungenutzt lassen werden, um die Gewerbliche Sozialversicherungsanstalt und die Ärzteschaft in die Pflicht ihrer sozialen und medizinischen Verantwortung zu nehmen. Wir fordern die umgehende Fortsetzung der Gespräche und Einigung der Verhandlungspartner. Wir fordern eine Künstlersozialversicherung, die ihren Namen auch verdient. gr & pps Aufruf: Unterschriftenliste Wer mittels Unterschriftenliste protestieren will, schreibe bitte direkt an: Gerhard Ruiss, gr literaturhaus.at, IG Autorinnen Autoren, Literaturhaus, Seidengasse 13, 1070 Wien PS: Versicherungspflicht bedeutet: Nicht nur der Mensch muß sich versichern, auch die Versicherung ist zur Leistung verpflichtet.
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Bisherige Leserbriefe
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Ronnie Herbolzheimer, kobolz gmx.at, 06.06.2010, 08:18 |
| Schon die 20% Selbstbehalt führen dazu, daß Selbständige am unteren Ende der Einkommensskala nötige Arztbesuche aufschieben, bis es gar nicht mehr anders geht - der jetzige Zustand aber ist grotesk und leider bezeichnend für ein Land, in dem Wohl und Wehe der Verwaltungsmenschen einzige Richtschnur ist, deren "Opfer" dagegen nicht zählen. |
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Hannes Jaric, hannes jaric.at, 06.06.2010, 09:26 |
| ich werde meine Krankenversicherung in Zukunft nicht mehr bezahlen, weil die SVA Ihrer Verpflichtung nicht nachkommt. Lasse mich irgendwo anders privat versichern und scheiss auf das Abzockerunternehmen SVA. |
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Hannes Sprenger, info sprengermusic.com, 07.06.2010, 12:57 |
| Dass Tarife für SVA-Versicherte bis zu mehr als doppelt so hoch sind als bei z.B. GKK-Versicherten, sagt aber auch etwas über die Ärztekammer aus... |
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| hannes pendl, 08.06.2010, 10:10 |
und die ärzte (freiberufler) selber sind bei der gkk krankenversichert und bei der sva pensionsversichert ...
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