Wolfram Abt (1969 - 2008)
Ein Ausnahmemusiker ist verstummt. Seine Freunde und Kollegen geben ihm das letzte Geleit. Wir trauern um unseren Freund Wolfram Abt.
Graz/Judendorf (11. Februar 2008) - Für uns alle war er stets der Woofy oder auch Papa Woof, ein unglaublich vielseitiger Bassist, ein Freund und Kumpel, mit dem man auch nach dem Konzert gerne auf das eine oder andere Bier sitzen blieb. Wir alle sind entsetzt über den viel zu frühen, selbst gewählten Tod von Wolfram Abt, der sich nicht nur als charismatischer Bassist in vielen namhaften österreichischen Bands, sondern auch als beliebter und umsichtiger Lehrer einen Namen und viele Freunde gemacht hatte.
Sein E-Baß Studium am Bruckner Konservatorium in Linz beendete er im Jahr 1995, seit 1990 spielte er bei Opus, seit 1996 bei STS. Er arbeitete mit der Fendrich-Band, mit Papermoon und mit unzähligen anderen Formationen [Rauhnacht, Attack, Vereinigte Bühnen Graz, u.v.m.]. Seit März 2004 unterrichtete er an der Kunst-Universität in Graz.
Mit Wolfram Abt verlieren wir einen lieben, einzigartigen Freund und Musiker, ohne den die Kulturlandschaft in Österreich wieder ein unersetzliches Stück ärmer geworden ist. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
Horst Klimstein
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Unser langjähriger Bassist Wolfram Woofy Abt – er war länger als 16 Jahre bei uns –, ist freiwillig aus dem Leben geschieden. Das Unglaubliche daran ist, daß keiner von uns die leiseste Ahnung hatte, wie es in ihm ausschauen mußte. Erst vor etwa zwei Wochen war er für eine [letzte] Aufnahme bei uns im Studio und war wie immer gut drauf. Hatte sein ständiges Lächeln auf den Lippen, machte seine subtilen Bemerkungen, manchmal auch Späße, und auf die Frage nach seiner Befindlichkeit kam ein "eigentlich eh gut".
Das Jahr zuvor war nämlich ein eher hartes für ihn gewesen: Trennung von seiner Frau und Familie und finanzielle Schwierigkeiten. Aber seit einiger Zeit schien wieder alles halbwegs im Lot. Er verstand sich mit ihr besser als zuvor, sie tauchten auch bei jedem Fest gemeinsam auf. Die finanzielle Geschichte kam mit Hilfe seines Bruders und Opus wieder in Ordnung.
Es gab so viele tolle Aufgaben in seinem scheinbar erfüllten Musikerleben: der Unterricht am Kons und der Hochschule war zwar anstrengend, aber hat ihm getaugt, bei STS gab es wieder Albumaufnahmen und eine sehr erfolgreiche Tour, für mein Soloalbum war er im Vorjahr oft im Studio, bei vielen Opus-Gigs auf der Bühne, und die vielen Bands und Projekte, bei denen er mitwirkte, beschäftigten ihn immens. Er war als Bassist in Graz, der Steiermark und darüber hinaus sehr geschätzt und anerkannt. Dabei war er immer ein Freund und Kumpel, ich kenne niemand, der mit ihm nicht sehr gut auskam.
Es tut uns irrsinnig leid um ihn, er hinterläßt eine riesengroße Lücke in unserer Band, es wird sehr schwer sein diese wieder auszufüllen. - Woofy, wir werden dich sehr vermissen und sicher nie vergessen.
Ewald Pfleger
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Sein Lächeln und seine Sicherheit auf der Bühne Seine Inspiration im Studio Seine Sicht der Dinge beim Gespräch
Sie werden mir fehlen Er wird mir fehlen . . .
Kurt Plisnier

PS: Was sterblich an Wolfram Abt war, wurde am Freitag, 8. Februar 2008 um 14 Uhr auf dem Evangelischen Friedhof in Graz-St. Peter begraben. In unserer Erinnerung und durch seine Musik lebt er weiter. pps
Foto: Dietmar Lipkovich, gib-mir-musik
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Bisherige Leserbriefe
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wolfgang radl, office tuesdaymicrogrooves.com, 14.02.2008, 17:24 |
| ich habe vom herbst 2006 bis sommer 2007 bei ihm alle meine apuljackson-transkriptionen gespielt und es war eine unglaublich schöne zeit. danke, woofi! |
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Martin Payr, empire gmx.at, 15.02.2008, 02:58 |
Woofy, Du fehlst mir. Das "Warum" bleibt wieder mal als Letztes übrig.
peace Martin |
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Gerhard Szapacs, gerhard.szapacs aon at, 15.02.2008, 09:55 |
Die Frage "Warum" läßt sich nicht beantworten. Für Woofi gab es leider einen Grund, der für ihn genug war diesen Weg zu gehen. Ich habe meine Mutter am 24. Juni 2007 von heute auf morgen verloren. Sie war erst 58 Jahre. Ich fragte auch lange "Warum", bekam aber keine Antwort. Die Antwort müssen wir für uns selber suchen. Das Leben kann oft sehr grausam sein, weil es weitergeht. Wie es weitergeht bestimmen wir selber.
Die Nachricht von Woofis Tod hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ein Leben kann man doch sehr schnell auslöschen. Dabei hat das Leben wirklich schöne Seiten, es ist nur eine Ansichtssache.
In diesem Sinne: Woofi, du bist nicht tot, sondern nur woanders. Jetzt kannst du mit Jaco Pastorius ein Bass-Duo machen. Viel Spaß |
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Eva, entersound aon.at, 17.02.2008, 20:18 |
Stille, traurige Nacht
(Kleine Zeitung, 10.02.2008, von Bernd Melichar)
Gestern Abend fand in der Grazer Stadthalle das krankheitsbedingt verschobene STS-Weihnachtskonzert statt. Es wurde ein schönes Fest, das allerdings einen Trauerrand trug.
Der Christbaumkauf, die Mette am Stillen Abend, dazwischen das Weihnachtskonzert von STS. Alle Jahre wieder. Und alle Jahre schön. Besonders auch deshalb, weil sich die drei Herren Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz klugerweise so rar machen, damit es einem nicht ergeht wie bei den Keksen. Im Dezember jedoch fiel das vorweihnachtliche Ritual aus, da es dem STS-Drittel Timischl krankheitsbedingt die Stimme verschlagen hatte. Gestern jedoch, an einem milden Abend, der bereits hoffnungsfroh den Frühling erahnen ließ, fand sie dann in der ausverkauften Grazer Stadthalle statt, die verspätete Bescherung.
Schön und traurig
Und es wurde ein schönes Fest mit drei Menschen, die man gerne mag, gerne hört und gerne wieder sieht. Viel Neues (außer einige Songs von der aktuellen CD "Neuer Morgen") hatten sie nicht anzubieten, aber das erwartete auch niemand. "More of the same2 kann in Turbozeiten wie diesen eine große Wohltat sein. "Da kummt die Sun" braucht keine frische Politur, der "Großvater" ist ewig so gültig, wie er immer schon geklungen hat. „Irgendwaun bleib i dann durt“ bleibt Sehnsuchtshymne bis ans Ende der Tage, "Kalt und kälter" wärmt nach wie vor von innen. Und "Das Feuer", es brannte auch an diesem von rund 5600 Zuhörern heftig umjubelten Abend lichterloh.
Dass es nicht nur ein stimmiger, sondern auch traurig und nachdenklich stimmender Abend wurde, lag daran, dass Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz erst vor zwei Tagen ihren langjährigen Mitmusiker Wolfram "Woofy" Abt, der vor zwei Wochen freiwillig die Bühne des Lebens verlassen hatte, zu Grabe getragen haben. Ihm waren dieses Konzert und diese Worte von Schiffkowitz gewidmet: "Wir tun nicht so, als ob nichts geschehen wäre. Wir sagen nicht ´The Show must go on’. Wir werden heute ein würdiges Konzert für Woofy spielen."
Und so war es dann auch. Es wurde ein stiller, würdiger Abend, an dem alles stimmte: Der Sound, die Chemie zwischen Musikern und Publikum. Der Best-of-Reigen wurde routiniert, aber nie abgebrüht vom Stapel gelassen. Tausend Mal schon gehört, aber dieses Liedgut, das sich so tief in die Biographien der Menschen eingegraben hat, kann man nicht zerspielen.
So wurde es doch noch ein harmonisches Weihnachtsfest im Februar. Mit drei Freunden, die man nicht missen möchte.
"Wir haben nach dem Tod von Woofy lange darüber nachgedacht, ob wir die Tournee absagen sollen, aber das wollten wir euch nicht zumuten." (Schiffkowitz)
Unsere Betroffenheit ist groß, unsere Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen! |
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Marty Stoesser, admin martybass.com, 19.02.2008, 23:16 |
| Natürlich ein herzliches Beileid an alle Hinterbliebenen und Trauernden von Woofi. Schliess mich an und hoff Du hast Deinen Frieden gefunden. |
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Åsa Karlsson, asaoddgeir hotmail.com, 24.02.2008, 11:30 |
| I've heard Woofy so many times with my favourite band Opus ... such a bassplayer! Woofys tragic death hitted me hard. R.I.P Woofy, I'm always gonna miss you! |
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Thomas Zechner, zechner1 drei.at, 05.03.2008, 22:14 |
| Woooooofyyyyyy! ! ! ! ! Du fehlst mir. Die Frage warum, stellt sich für mich nur in einer Frage. Warum hast du dich keinem anvertraut. So viele Leute kannten dich, doch wo waren deine Freunde, mit denen du reden konntest? Ich wünschte, ich wäre einer davon gewesen. Wir sehen uns! |
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sigi, siegfrieds aon.at, 24.03.2008, 19:42 |
| auch von mir ein beileid - ehemaliger student - irgendwie versteh ich dass - mann hat selten wahre freunde - und wenns dann pasiert fragt jeder - warum? |
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